Stromanbieter mit Nachtstrom wechseln: So senken Sie Ihre Heizstromkosten
Wer eine Nachtspeicherheizung oder Wärmepumpe nutzt, verbraucht meist deutlich mehr Strom als ein durchschnittlicher Haushalt. Schon wenige Cent Preisunterschied pro Kilowattstunde können sich bei einem hohen Jahresverbrauch deutlich bemerkbar machen.
Wie groß die Ersparnis tatsächlich ausfällt, hängt vom Wohnort, vom Jahresverbrauch, vom vorhandenen Stromzähler und von den Tarifen im jeweiligen Netzgebiet ab. Mit dem Heizstromrechner von WechselJetzt.de können Sie passende Nachtstrom- und Heizstromtarife für Ihre Adresse vergleichen. Bei einem Zweitarifzähler werden der Hochtarif (HT) und der Niedertarif (NT) getrennt berücksichtigt.
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Warum lohnt sich ein Wechsel?
Zwischen der Grundversorgung und speziellen Heizstromtarifen können deutliche Preisunterschiede liegen. Ein Beispiel: Ist ein neuer Tarif im Durchschnitt fünf Cent pro Kilowattstunde günstiger und verbraucht Ihre Heizung jährlich 8.000 kWh, ergibt sich rechnerisch eine Differenz von 400 Euro pro Jahr.
Ob Sie diesen Betrag tatsächlich sparen, hängt auch vom Grundpreis und weiteren Tarifbestandteilen ab. Wer Energie effizient nutzt und einen passenden Tarif wählt, kann seine laufenden Kosten besser kontrollieren.
Beim Vergleich sind vor allem diese Punkte wichtig:
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Arbeitspreis für HT und NT beziehungsweise der Heizstrom-Arbeitspreis
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Grundpreis, Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist und mögliche Bonusbedingungen
Neukundenboni können den Preis im ersten Vertragsjahr zusätzlich senken. Entscheidend sollte aber immer sein, wie teuer der Tarif langfristig ist.
Was ist Nachtstrom?
Nachtstrom wird innerhalb bestimmter Niedertarifzeiten abgerechnet. Ein Stromzähler mit zwei Tarifregistern erfasst dafür den Verbrauch getrennt nach HT und NT.
Die NT-Zeiten sind nicht bundesweit identisch. Wann der günstigere Tarif gilt, hängt vom jeweiligen Netzgebiet und Messkonzept ab. Wer nach Tag und Nachtstrom sucht, sollte deshalb prüfen, welche Schaltzeiten vor Ort gelten.
Bei einer Nachtspeicherheizung wird während der Ladezeiten elektrische Energie genutzt, um Wärme zu speichern. Diese gibt die Heizung später an die Räume ab.
Wärmepumpen werden dagegen nicht zwingend über einen klassischen Tag-Nacht-Tarif abgerechnet. Auch ein spezieller Wärmepumpentarif mit eigenem Stromzähler ist möglich.
Welchen Stromzähler benötigen Sie?
Welcher Tarif infrage kommt, hängt davon ab, wie Haushalts- und Heizstrom gemessen werden.
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Messart |
Wie wird gemessen? |
Typische Verwendung |
|---|---|---|
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Zweitarifzähler |
Verbrauch getrennt nach HT und NT |
Klassischer Nachtstromtarif |
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Separater Eintarifzähler |
Heizstrom unabhängig vom Haushaltsstrom |
Häufig bei Wärmepumpen |
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Gemeinsame Messung |
Haushalts- und Heizstrom über einen Zähler |
Abhängig von Netzgebiet und Tarif |
Für einen klassischen Nachtstromtarif mit unterschiedlichen HT- und NT-Preisen muss der Verbrauch nach Tarifzeiten getrennt gemessen werden können. Dafür ist ein geeigneter Stromzähler erforderlich.
Ein Doppeltarifzähler ist jedoch nicht für jeden Heizstromtarif notwendig. Wärmepumpen können auch über einen separaten Eintarifzähler abgerechnet werden. Wer sein Messkonzept ändern möchte, sollte sich beim Netz- oder Messstellenbetreiber informieren. Die Kosten hängen von der vorhandenen Elektroinstallation ab.
Wärmepumpen und § 14a EnWG
Seit Januar 2024 gelten für neue Wärmepumpen bestimmte Regeln nach § 14a EnWG. Es geht darum, das Stromnetz in Zeiten mit besonders hoher Auslastung zu entlasten.
Der Netzbetreiber darf dann die Leistung einer Wärmepumpe in solchen Situationen vorübergehend begrenzen. Die Heizung wird dabei nicht einfach abgeschaltet, sie kann weiterhin mit einer reduzierten Leistung arbeiten. Im Gegenzug zahlen Haushalte geringere Netzentgelte. Dadurch können die jährlichen Stromkosten sinken.
Für diese Vergünstigung gibt es verschiedene Modelle:
- Modul 1: Sie erhalten einen festen Rabatt auf die Netzentgelte. Ein eigener Stromzähler für die Wärmepumpe ist dafür nicht zwingend erforderlich.
- Modul 2: Hier wird der Preis pro verbrauchter Kilowattstunde beim Netzentgelt reduziert. Dafür muss der Stromverbrauch der Wärmepumpe aber separat gemessen werden.
Für ältere Nachtspeicherheizungen gelten andere Regelungen. Die Vorgaben für neue Wärmepumpen können deshalb nicht automatisch auf Nachtspeicherheizungen übertragen werden.
So wechseln Sie den Stromanbieter
Für einen Tarifvergleich benötigen Sie Ihre Adresse, ggf. Ihren aktuellen Anbieter und Ihren Jahresverbrauch. Bei einem Zweitarifzähler sollten Sie zusätzlich die Verbrauchswerte für HT und NT bereithalten.
Der Wechsel lässt sich meist in wenigen Schritten erledigen:
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Verbrauch eingeben, verfügbare Tarife vergleichen und auf Gesamtpreis sowie Vertragsbedingungen achten
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Tarif auswählen, Wechsel beantragen und zum Lieferbeginn den aktuellen Zählerstand dokumentieren
Seit dem 6. Juni 2025 muss der technische Strom-Lieferantenwechsel werktags grundsätzlich innerhalb von 24 Stunden möglich sein. Bestehende Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen bleiben davon unberührt.
Für wen lohnt sich Nachtstrom?
Ein Tarifvergleich lohnt sich besonders bei einem höheren Heizstromverbrauch. Denn je mehr Strom die Heizung benötigt, desto stärker wirken sich schon kleine Preisunterschiede pro Kilowattstunde auf die Jahreskosten aus.
Bei einem niedrigen Verbrauch sieht die Rechnung anders aus. Ein separater Stromzähler verursacht zusätzliche laufende Kosten und häufig kommt ein eigener Stromvertrag mit Grundpreis hinzu. Die Ersparnis durch einen günstigeren Heizstromtarif muss deshalb zunächst diese zusätzlichen Kosten ausgleichen.
Für Wärmepumpen kann ein Jahresverbrauch von etwa 4.000 kWh oder mehr als grober Richtwert dienen. Ab dieser Größenordnung kann sich ein separater Zähler und damit beispielsweise Modul 2 nach § 14a EnWG eher rechnen. Bei deutlich geringerem Verbrauch ist häufig Modul 1 interessanter, da hierfür kein zusätzlicher Zähler notwendig ist.
Eine feste Grenze gibt es allerdings nicht. Entscheidend sind immer der Preisvorteil pro Kilowattstunde, die zusätzlichen Zähler- und Grundkosten sowie die Tarife im jeweiligen Netzgebiet. Wer bereits einen separaten Zähler besitzt, sollte außerdem anders rechnen als jemand, der diesen erst installieren lassen müsste.
Nachtstromtarife vergleichen und Kosten prüfen
Wer eine Nachtspeicherheizung oder Wärmepumpe betreibt, sollte seinen Heizstromtarif regelmäßig mit aktuellen Angeboten vergleichen. Über den Heizstromrechner von WechselJetzt.de können Sie anhand Ihrer Adresse, Ihres Verbrauchs und Ihres Messkonzepts herausfinden, welche Tarife verfügbar sind.
Achten Sie dabei nicht nur auf einen günstigen NT-Preis. Entscheidend sind die gesamten Jahreskosten, so erkennen Sie am zuverlässigsten, ob sich ein Wechsel tatsächlich lohnt.